Martina Plessl

 

Kultur- und Sozialanthropologin (BA), Kindergruppenbetreuerin,

Pikler-Pädagogin i. A., Absolventin des STUBE-Fernkurs für Kinder- und Jugendliteratur,

Mutter einer Tochter (* 2015).

 

Schon früh war die Arbeit mit Kindern für mich eine berufliche Option. Nach meiner Matura 2001 bin ich zuerst anderen Interessen nach gegangen und habe mich recht breit universitär gebildet (kunst- und kulturwissenschaftliche, sozialwissenschaftliche und philologische Fächer). Großen Eindruck hinterlassen hat dann bei mir Erziehung zum Sein von Rebeca Wild – meiner Faszination für alternative Weisen des Aufwachsens und des selbstbestimmten Lernens, für eine ganzheitliche Sicht auf die kindliche Entwicklung wurde der Grundstein gelegt.

 

Als ich ab 2010 als Springerin in den Kindergruppen des Kinderbüros der Uni Wien arbeitete, wurde mir bewusst, dass mich die Arbeit mit Kindern unter drei speziell anspricht, sie mir besonders (am Herzen) liegt. Als fixe Gruppenbetreuerin wurde mir dann schnell klar, dass mein Wissen bei Weitem nicht ausreichte, um für die mir anvertrauten Säuglinge und Kleinkinder Bedingungen zu schaffen, die ihren Bedürfnissen tatsächlich gerecht wurden. Und meine Unzufriedenheit mit einer Umgebung, in der sie in ihrem Handeln unnötig eingeschränkt wurden, wuchs.

In den Seminaren zur Pikler-Pädagogik von Daniela Pichler-Bogner fand ich schließlich jene ganzheitliche Sicht auf die kindliche Entwicklung, die kleine Kinder in all ihren ganz individuellen Entwicklungsbedürfnissen sieht und versucht, diese auch in einer Gruppenbetreuungssituation zu beantworten. Zugleich wird auch der Erwachsene in seiner eigenen Persönlichkeitsentwicklung mit einbezogen: es geht bei der Pikler-Arbeit weniger um das Erlernen einer Methode als vielmehr um das Entwickeln einer respektvollen Haltung dem Kind, jedem Menschen gegenüber.

 

Seit 2014 bin ich in der Ausbildung zur Piker-Pädagogin, unterbrochen durch die Geburt meiner Tochter Alma 2015 (mit der ich die Spielraumarbeit von der "anderen" Seite her erlebt habe) und durfte 2017 zwei intensive Fortbildungsseminare bei Anna Tardos und ihren Kolleginnen in Budapest besuchen.

 

Ich freue mich sehr darauf, Nicoles Spielraumgruppen in ihrer Babyzeit weiter zu führen!